Entwickelt wurde der Gin von Christoph Keller und Alexander Stein im Jahr 2008. Wobei der Ursprung des Gins bis zur Nachkriegszeit zurückreichen soll. Angeblich hat Montgomery Collins aus England sich im Nordschwarzwald niedergelassen und einen Landgasthof eröffnet. Das Lokal nannte sich „Zum wilden Affen“. Da er als Brite ein Faible für Gin hatte, entwickelte er mit heimischen Kräutern seine eigene Mischung. Bei Renovierungsarbeiten im Landgasthof wurde dann über 50 Jahre später eine Kiste Gin mit dem Etikett „Max the Monkey – Schwarzwald Dry Gin“ gefunden. Dies nahmen die beiden Gründe zum Anlass, den Gin erneut zu destillieren und selbst zu vertreiben.
Wurden im Jahr 2010 nur knapp 5.000 Flaschen verkauft, waren es drei Jahre später schon 150.000 Flaschen. Der Erfolg des Monkey 47 Dry Gin aus Deutschland war so groß, dass im Jahr 2016 Pernod Ricard den Premium-Gin mit in sein Angebot aufnahm und sich am Unternehmen beteiligte. Inzwischen wird der Gin in mehr als 85 Ländern vertrieben. Bereits 2014 wurde bekannt, dass ein Bilanzgewinn von 2,9 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Der teilweise Verkauf an Pernod Ricard wurde notwendig, da man aus eigener Kraft mit einem kleinen Team nicht weltweit wachsen konnte. Die Übernahme von Pernod Ricard hat auch etwas Gutes, denn dadurch konnten die Verkaufspreise deutlich gesenkt werden.
Schwarzwald Gin von bester Qualität – der Monkey 47
Der Gin erzielte bereits zahlreiche Auszeichnungen und es gibt nun auch einen Monkey 47 Distillers Cut und einen Monkey 47 Sloe Gin im Programm. Der Gin selbst wird aus 47 verschiedenen pflanzlichen Zutaten rund um den Schwarzwald destilliert. Genutzt wird das brennereinahe Wasser des Alpirsbach mit einem sehr niedrigen Härtegrad von nur 2,5 dh. Beim Monkey 47 Gin sind so viele Zutaten enthalten, dass Wacholder nur sehr wenig als Geschmacksträger durchkommt. Die ganzen Botanicals werden für 36 Stunden in Steingutgefäßen mazeriert und anschließend destilliert. Nach erfolgreicher Destillation wird das gewonnene Destillat für drei Monate in Steingutgefäßen erneut gelagert und anschließend mit dem Alpirsbach-Quellwasser verdünnt.
Der Gin aus dem Schwarzwald wird mit einem Schichtenfilter gefiltert und nicht kältebehandelt. Somit handelt es sich beim Monkey 47 Schwarzwald Gin um einen „Batch Distilled Gin“. Verkauft wird der Monkey 47 derzeit ausschließlich in 500 ml. und 50 ml. Apothekerflaschen und als Sloe Gin. Der bisherige Firmeninhaber gab bekannt, auch künftig das Sortiment nicht groß erweitern zu wollen und auf keinen Fall mit der Produktion von Vodka oder anderen fremden Produkten zu beginnen. Der ehemalige Inhaber Alexander Stein möchte auch weiterhin hohe Qualität produzieren und handwerkliche Perfektion und Rückbesinnung auf die Destillations-Tradition anbieten. Dies hat auch den großen Erfolg des Monkey 47 Gins ausgemacht. Kompromisslos in Sachen Qualität und Ansprüchen produzieren und zum fairen Preis verkaufen. Qualität geht auch weiterhin vor Quantität. Der Monkey 47 Gin ist damit auf jeden Fall eine Kaufempfehlung.