1999 entschloss sich die Familie, ihr Wissen um die Kunst der Whisky-Destillation auch für einen außergewöhnlichen Gin zu nutzen. David Steward, der Brennmeister und die hochbetagte Enkelin des Firmengründers, Janet Sheet Roberts, hatten die Idee beim Afternoon Tea. Es sollte ein Gin hergestellt werden, der im Longdrink Gin Tonic Gurkensandwiches perfekt ergänzt. Lesslie Gracie und John Ross entwickelten gemeinsam mit dem Scotch Whisky Research Institut die Rezeptur für den unvergleichlichen Hendricks Gin. Die erfahrenen Destillateure nutzten von Beginn an für die Hendricks Gin Produktion zwei außergewöhnliche Kessel, die 1966 von Charles Gordon auf einer Aktion gekauft wurden. Sie entwickelten ein komplett neues Verfahren zur Gin-Herstellung. Nicht zuletzt dem weichen und reinen Wasser der Lowlands, das einer Wasserquelle des nahegelegenen Penwhapple Reservoirs entspringt, ist der einmalige Charakter des Hendricks Gin zu verdanken. Nach der Markteinführung im Jahr 2000 in den USA dauerte es nur drei Jahre, bis der Hendricks Gin den internationalen Spirituosenmarkt eroberte. Heute ist Hendricks Gin auf der ganzen Welt vertreten und bei vielen Gin-Trinkern sehr beliebt. Der extravagante Hendricks Gin ist kein Gin für die Massen. Mit dem Slogan „It`s not for everyone“ betont die Destillerie bewusst den einmaligen Charakter des Hendricks Gin, der auf Rosen und Gurken beruht.
Wie wird der Hendricks Gin hergestellt?
Das Herstellungsverfahren für den Hendricks Gin ist einzigartig. Elf verschiedene Pflanzenstoffe werden gebadet und gedämpft, um ihnen auf schonende Weise die Aromen zu entziehen. Hierfür nutzt die Destillerie die besonderen Kupferkessel Bennet und Carter-Head. Weltweit gelten Carter-Head-Kessel als Rarität. Der Hendriks Kessel stammt aus dem Jahr 1948 und wurde von der Destillerie liebevoll restauriert. Den tiefgründigen Geschmack bekommt Hendricks Gin im Bennet Kessel, einem der ältesten Kessel auf dem Markt. In ihm werden die Pflanzen in verdünntem Neutralalkohol mit 55 bis 60 Prozent Volumenalkohol aufgekocht und ziehen bis zu 36 Stunden. Durch die anschließende Destillation entsteht ein schwerer, öliger Brand mit 75 Prozent Volumenalkohol und starker Wacholdernote. Im Charter-Head-Kessel hingegen baden die Ingredienzien im Dampf des Neutralalkohols. Das Verfahren nennt sich Dampfinfusionsmethode. Es wird sehr weicher Zitrusbrand mit feinen floralen Aromen gewonnen. Die Mixtur beider Destillate sorgt für den ausgewogenen Charakter des Hendriks Gin. Essenzen aus Damaszener-Rosen und holländischen Salatgurken bringen die extravagante Note in das Hendricks Gin Bouquet. Durch Kaltdestillation werden die beiden Extrakte gewonnen, da diese Botanicals die Hitze der Destillation nicht überstehen würden. Wegen der „Infusion“ der beiden ausgefallenen Aromen wird der Hendricks Gin als „Destilled Gin“ eingeordnet. Wie Master Distiller Lesley Gracie bestätigt, kann die hohe Qualität des Hendricks Gin nur durch die handwerkliche Produktion in kleinen Mengen sichergestellt werden.
Der besondere Geschmack des Hendricks Gins aus Schottland
Hendricks Gin gilt als echter Exzentriker. Italienische Wacholderbeeren geben dem Gin aus Schottland einen würzigen und bittersüßen Touch. Die süße Engelwurz sorgt beim Hendricks Gin für eine leichte Moschusnote. Mädesüß, Kümmel, Pfefferbeeren, Veilchenwurzel, Holunder, Kamille, Orangen und Zitronen runden das volumenreiche Bouquet mit floraler Note ab. Durch das besondere Herstellungsverfahren erhält der Hendricks Gin seine Sanftmut und Milde. Selbst die Gurken- und Rosenessenzen sind niemals vorherrschend. Der Gin zeigt sich stets zurückhaltend und hinterlässt dennoch bei Gin-Kennern einen bleibenden Eindruck.
Ist Hendricks Gin für Gin Tonic geeignet?
Mit seinem leichten und vollen Körper verleiht der Hendricks Gin dem Gin Tonic eine ganz eigene Note. Die Gurkennuancen im Abgang sorgen für ungeahnte Leichtigkeit. Für Gin Tonic sollte der Hendricks Gin mit einem zurückhaltenden Tonic Water kombiniert werden. Um den spritzigen Touch der Gurke zu verstärken wird empfohlen, den Martini oder Gin Tonic mit einem Stückchen Gurke zu verfeinern. Pur oder auf Eis zeigt der Hendricks Gin seinen außergewöhnlichen Charakter. Nutzt man den schottischen Hendricks Gin für Cocktails, überrascht er mit Individualität und Frische. In jedem Fall verspricht Hendricks Gin Genuss auf höchstem Niveau. Testen Sie den Premium Gin von Hendricks, der vom Cocktailhistoriker David Wondrich als einflussreichster Gin der letzten 25 Jahre bezeichnet wurde.