Weltweit an den Zahlen gemessen gehören die Philippinen gemeinsam mit Indien und den USA sogar zu den drei größten Absatzmärkten für Rum. Größtenteils handelt es sich um industriell produzierte Massenware, die den europäischen Genießer kaum erreicht oder nur selten mehr Aufmerksamkeit erhält, doch es gibt seit Neuestem eine interessante Ausnahme: Don Papa Rum aus den Philippinen. Was hebt diese Marke von der Masse ab?
Traditionell und modern zugleich und unverwechselbar
Don Papa Rum wird im small batch in geringen Chargen hergestellt, und schon das wirkt sich positiv auf das Ergebnis aus. Es handelt sich um feinen Premium-Rum, der bisher zwar nur in einer einzigen Abfüllung erhältlich ist, aber bei Kennern schon eine Welle der Begeisterung ausgelöst hat. Zu verdanken haben diese die Marke dem Unternehmer Stephen Carroll. Der ehemalige Manager von Rémy Cointreau bereiste vor knapp einem Jahrzehnt die Insel Negros – die Zuckerhochburg der Philippinen – und erkannte sofort ihr riesiges Potenzial. Das dort angebaute Zuckerrohr profitierte von optimalen klimatischen Bedingungen und dem vulkanischen Boden und gedieh prächtig am Fuße des Kanlaon. Carroll gründete 2011 die Firma Ron Papa Rum auf Negros, und seither gab es kein Zurück mehr.
Namentlich und auch in der Präsentation stellt die Rummarke eine Hommage an eine berühmte Persönlichkeit der philippinischen Freiheitskämpfe dar. Don Papa ist der Titel für Dionisio Magbuelas, der von den Einheimischen auf den Spitznamen Papa Isio getauft wurde. Er arbeitete als Vorabeiter in einer Zuckerfabrik und prägte die Revolution während des 19. Jahrhunderts. Die rebellische Figur – der viele die letztendliche Befreiung von Negros aus der spanischen Besatzung zuschreiben – steht für Unabhängigkeit und Gerechtigkeit und ist damit ein wunderbarer Botschafter für die Brennerei Ron Papa und ihren Premium-Rum aus den Philippinen, der 2012 als sieben Jahre gelagerter Blended Rum seinen Siegeszug antrat.