Was ist Calvados?
Calvados hebt sich von anderen Obstbränden auf Apfel-Basis ab. Nicht nur seine regionale Einschränkung, sondern auch durch die Tatsache, dass man aus den Äpfeln erst einen Most und dann einen Cidre (Apfelschaumwein) gewinnt und diesen lagern lässt. Die Herstellung von Calvados ist mit zahlreichen Auflagen verbunden. Diese beziehen sich nicht nur auf den Standort der Apfelbäume und der Produktion, sondern auch auf die Fruchtsorten, von welchen fast 50 erlaubt sind. Es kommt nicht etwa eine einzelne Apfelsorte zum Einsatz. Stattdessen geht es darum, ein ideales Verhältnis von jeweils 40 Prozent an bitteren und süßen Äpfeln zu verwenden und die restlichen 20 % mit sauren Äpfeln aufzustocken. Ist aus dem Most der Cidre gewonnen, steht eine Ruhephase von zwölf bis 24 Monaten an. Dann wird in zwei Stufen destilliert. Aus dem hochwertigen Feinbrand entsteht schließlich der hell bräunlich leuchtende Calvados, der vor der Abfüllung noch zwischen zwei und sechs Jahren im Holzfass reift. Ein aromatisches, fruchtiges, weiches, edles, teilweise holzig angehauchtes Trinkerlebnis entlohnt für diese Mühen.
Eigenschaften des Calvados
Ist Calvados eigentlich nur etwas für Fans von Äpfeln? Jeder, der sich mit fruchtbetontem Genuss anfreunden kann und z.B. gern Brandy, Cognac, Armagnac oder auch Prosecco trinkt, sollte dem edlen Destillat aus Frankreich eine Chance geben. Manche kommen mit dem Branntwein bei einem Urlaub in der Normandie zum ersten Mal in Berührung und möchten auf die schmackhafte Spezialität zuhause nicht verzichten. An Herstellern und Auswahl mangelt es zum Glück nicht. Die Deutschen kamen nach dem Zweiten Weltkrieg mit Calvados in Kontakt und entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte zum Hauptabnehmer des französischen Exportschlagers. Auch in der Schweiz wird Calvados als Feinbrand geschätzt. Will man Calvados trinken, genießt man ihn idealerweise pur, gern als Begleiter zu einer Mahlzeit. Speziell die weichen, harmonischen, aromatischen Premium-Produkte, die länger im Barrique ausgebaut werden, haben das Trinken mit Muße verdient. Hierzu zählen vor allem Fine Bretagne Calvados, Papidoux Calvados, Boulard Calvados, Chateau du Breuil Calvados und Calvados Lecompte.
Papidoux Calvados kaufen im Online Shop von Spirituosen Superbillig
Papidoux Calvados zählt zu den bekanntesten Calvados Sorten in Deutschland. Diesen Calvados kaufen Sie günstig in unserem Calvados Online Shop. Derzeit stellt Papidoux Calvados vier Qualitäten her: Papidoux Fine Calvados, Papidoux VSOP Calvados, Papidoux XO Calvados und Papidoux Calvados Hors DÁge 15 ans. Die Region Calvados liegt in der Normandie und für den Papidoux Calvados werden normannische Äpfel ab September bis zum Einsetzen des Nachtfrosts geerntet. Papidoux Calvados ist so beliebt, weil die Destillerie mit fast 80 Prozent Markanteil im deutschen Calvados Markt es immer wieder schafft, den Zeitpunkt der Reife genau abzupassen. Erst wenn der letzte Apfel vom Baum gepflückt wurde, beginnt die Arbeit mit dem Cidre, der später destilliert wird. Calvados kaufen bedeutet auch den Preis zu kennen. Papidoux Fine Calvados ist drei Jahre im Holzfass gereift, der VSOP Calvados mindestens fünf Jahre. Die besten Fässern werden länger gelagert für den Papidoux Calvados XO, der mindestens sechs Jahre im Fass reift. Der älteste Calvados von Papidoux ist der Hors d`Age 15 Ans, der 15 Jahre im Fass lagert und seine Fruchtigkeit, trotzt des Alters bewahrt hat. Papidoux Calvados kaufen Sie günstig im Online-Shop von Spirituosen Superbillig.
Calvados Preis – Was kostet guter Calvados?
Wenn man die Preise von Papidoux Fine Calvados genau anschaut, sieht man, dass der 3-jährige Fine Calvados um die 11 Euro pro 700 ml. Flasche kostet. Der Papidoux Calvados VSOP hat eine Preisempfehlung von 13 Euro für 700 ml. Für den Papidoux Calvados XO mit 6 Jahren Reifezeit schlägt der Importeur 17 Euro pro 700 ml. vor und für den Papidoux Calvados Hors d àge 15 ans 22 Euro für 700 ml. Calvados ist damit günstiger als Cognac und Whisky, für den deutlich höhere Preise aufgerufen werden. Es liegt jedoch auch an der Destillerie. Chateau du Breuil verlangt für den 15-jährigen Calvados bereits um die 55 Euro und der Calvados Lecompte mit 18 Jahren kostet bereits um die 90 Euro pro 700 ml. Der Preis von Calvados hängt also nicht nur von der Lagerzeit, sondern auch vom Namen der Destillerie ab.
Möglichkeiten mit Calvados
Wer möchte, der kann sich darüber hinaus einer Calvados-Sauce widmen, die zu bestimmten Fleischgerichten und der Haute Cousine passt. Es ist zudem möglich, einen Calvados Cocktail zu mixen, u. a. Apple Blossom, Sir Henry, French 68, Innocence oder Pomme d‘Amour.
Warum heißt Calvados so?
Da Calvados vor allem in der westfranzösischen Region hergestellt und getrunken wurde, benannte man den Apfelbrandy nach der Region Calvados. Diese existiert seit 1790 und der Name stammt vermutlich von einem Felsen bei der Küste von Arromanches. An diesem zerschellte eine spanische Galeone. Dieses Schiff hieß San Salvador und im Laufe der Zeit wurde daraus Calvador und Calvados. Dies ist jedoch nur eine Theorie der Wissenschaftler. In der zweiten Theorie sind es die Klippen an der Küste von Arromanches. Diese gelten als schwer befahrbar. Deshalb nannte man diese „calva dorsa“. Und markierten einen Orientierungspunkt in der Seefahrt. Angeblich hat sich hieraus der Name Calvados entwickelt, der auf die ganze Küstenregion übertragen wurde.
Der Aufstieg von Calvados
Calvados baute sich über viele Jahrzehnte einen guten Ruf in der westfranzösischen Region und in Europa auf. Aber ab 1950 drängten Single Malt Whisky, Cognac und Rum auf den Markt. Gleichzeitig wurde der Apfelanbau zum Nebenerwerb und immer mehr Bauern gaben die Produktion auf. Deshalb übernahm die Organisation ONIVINS die Überwachung und den Anbau von Streuobstwiesen und Apfelbäume. Gepflanzt wurden nur Bäume, die nicht zu hoch wuchsen und sich ideal für eine Mechanisierung bei der Bewirtschaftung eigneten. Im Jahr 1984 wurde Calvados geschützt. Seit 1997 ist Calvados durch ein eigenes Gesetz der AOC geschützt. Inzwischen ist der Wert der Streuobstwiesen für den Tourismus und den Anbau der Äpfel von großer Wichtigkeit. Es wird nun planmäßig organisiert Calvados hergestellt und vertrieben. Beim Marketing sind die bekannten Firmen wie Boulard Calvados oder Papidoux Calvados jedoch auf sich selbst angewiesen.
Warum günstiger Calvados auch gut schmeckt
Vor allem bei Cognac, Single Malt Whisky, Grappa und Rum legt man Wert auf eine lange Lagerung im Eichenfass. Denn lange gereifter Whisky ist milder und intensiver im Geschmack. Diese Betrachtungsweise ist jedoch beim Calvados nebensächlich. Ein junger gereifter Calvados mit einer Lagerung von 12 Monaten überzeugt bereits durch Frucht, Aroma und Charakter. Man sollte keineswegs einen jungen Calvados unterschätzen. Reift Calvados länger im Edelstahltank oder Eichenfass so verändert sich die Struktur des Apfelbrandys. Dann verschwindet der fruchtig-frische Geschmack und verwandelt sich in eine weiche Struktur, die einem Cognac ähnelt. Wie im wirklichen Leben sollte man beim Calvados das Gleichgewicht beachten. Es gibt Situationen, wo ein junger frischer Calvados deutlich besser schmeckt als ein alter gereifter Apfelbrandy.
Ebenso wird Calvados von einem Kellermeister geblendet. Er komponiert mehrere Varianten und Jahrgänge zu einem Endprodukt. Man nennt es Millesime, wenn nur der gleiche Jahrgang verwendet wird. Dies ist jedoch nicht üblich. Der Kellermeister komponiert verschiedene Jahrgänge zu einer Calvados Sorte und hebt so das aromatische Profil an. Dadurch erschafft der Kellermeister auch bei jüngeren Calvados Sorten zum günstigen Preis bereits einen fruchtig-frischen Tropfen mit aromatischen Noten. Da er danach nicht mehr nachreift, wird der Calvados genau so verkauft, wie es der Kellermeister vorgesehen hat.
© Bilder Boulard Calvados